Forschung - ZKPF | Dr. Rita Steffes-enn | Zentrum für Kriminologie Polizeiforschung

Forschungsarbeit & Publikation

 


Aktuelle kriminologische Forschungsprojekte

Unter Leitung von Dr. Rita Steffes-enn startet am ZKPF aktuell eine umfassende Forschungsarbeit zu "Online-Entwicklungspfade pädosexueller Überzeugungstäter*innen". Hierbei wird insbesondere der etwaige Einfluss von Kontakten zur pädosexuellen Online-Community auf missbrauchbegünstigende Einstellungen in den Fokus genommen.

Steffen Theel befasst sich derzeit im Rahmen seiner Dissertation mit dem Thema „Periculärer sexueller Sadismus und Risikofaktoren im Kindesalter“.


Abgeschlossene Forschungsprojekte

Die Ergebnisse des Anfang 2012 von Rita Steffes-enn abgeschlossenen Forschungsprojekts zum Thema „Gewalt gegen Polizei aus Tätersicht“, können mit gewinnbringenden Erkenntnissen für die polizeiliche Praxis in dem Buch "Polizisten im Visier: Eine kriminologische Untersuchung zur Gewalt gegen Polizeibeamte aus Tätersicht" nachgelesen werden. Diese Forschungsarbeit wurde von der Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie e. V. (GiwK) als wissenschaftlich herausragend ausgezeichnet.

Eine vertiefende, qualitative Forschungsarbeit zur Funktionalität der Gewalt gegen Polizeikräfte aus Tätersicht führte Dr. Rita Steffes-enn mit ihrer Dissertation am Institut für Rechtspsychologie der Universität Bremen, Promotion am Institut für Rechtspsychologie der Universität Bremen, Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften, durch.

2012 schloss Christoph Unbehaun sein Forschungsprojekt zur selektiven Strafverfolgung in Deutschland bezüglich des Geschäftsmodells der Steueroasen ab. Ein Thema, wie es seit Anfang 2013 aktueller in der politischen Debatte nicht sein könnte. Auch diese Forschungsarbeit ist in Buchform "Steuerparadies Deutschland!? Eine kriminologische Untersuchung zu Steueroasen und selektiver Strafverfolgung" publiziert (Verlag für Polizeiwissenschaft).

Michaela Schätz arbeitete an einem Forschungsprojekt, das sich u. a. dem Umgang mit intelligenzgeminderten Psychiatriepatienten in totalitären Systemen widmete.

Dr. Helga Ihm befasste sich in ihrer Dissertation mit der "Psychologie von Betrügern". Darüber hinaus hat sie an verschiedenen Forschungsprojekten mitgewirkt, u. a. zum Thema Tierquälerei.


Expertenhearings

Dr. Rita Steffes-enn wurde 2013 als Mitglied einer internationalen Expertengruppe einbestellt, die sich unter Federführung von Prof. Dr. Clemens Lorei dem Thema "Gewaltfern sozialisierte Polizeikräfte als staatlich legitimierte Gewaltakteure" sowie der etwaigen Bedeutung für den Umgang mit und der Verarbeitung von Gewalt widmete.

Des Weiteren wurde sie 2015 als Expertin im rheinland-pfälzischen Landtag geladen. Diese Anhörung diente als Grundlage für das Abstimmungsverhalten von Rheinland-Pfalz hinsichtlich der Strafverschärfung in Fällen von Gewalt gegen Polizeikräfte.

2019 war sie als Expertin in den Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtages zu den Missbrauchsfällen in Lügde einbestellt.


Empirische Polizeiforschung am ZKPF

Unter Polizeiforschung versteht man empirische Forschungsarbeit, welche die Polizei als Organisation, die Rolle der Polizei in der Gesellschaft, das polizeiliche Handeln selbst sowie die wechselseitige Bedingungsanalyse zum Gegenstand hat. Ein Schwerpunkt der empirischen Polizeiforschung am ZKPF liegt auf dem Themengebiet „Gewalt & Polizei“. Die ZKPF-Begründerin Dr. Rita Steffes-enn verfügt hierbei über eine außergewöhnliche Expertise, da sie als ehemalige Polizeibeamtin über eine gewisse Binnensicht und praktische Erfahrung verfügt. Zudem ist sie als Kriminologin wissenschaftlich und praktisch tätig. Abgerundet wird dies durch die langjährige Berufserfahrung in der ambulanten und stationären Straftäterbehandlung von Gewalt- und Sexualtätern sowie der ambulanten Arbeit mit Stalkern.

Des Weiteren befasst sich im ZKPF Christoph Unbehaun entsprechend seiner praktischen und wissenschaftlichen Expertise mit dem Thema der selektiven Strafverfolgung im Bereich der Wirtschaftskirminalität und Finanzkriminalität.


Publikationen - ZKPF-Schriftenreihe

Ein weiterer zentraler Baustein der Arbeit am ZKPF ist die Publikation theoretischen und praktischen Fachwissens. Auch hier spiegelt sich der fachliche Anspruch des ZKPF wider, Wissenschaft und Praxis in einem besonderen Maße miteinander zu verbinden und wechselseitig im maximalen Umfang nutzbar zu machen.

Seit 2020 verfügt das ZKPF über eine eigene Schriftenreihe. Die erste Publikation in der ZKPF-Schriftenreihe  erfolgte durch Rita Steffes-enn, deren Dissertation

dort in gekürzter Form erschien.

Folgende Fachbücher wurden von ZKPF-Expert*innen bereits zuvor herausgegeben:

  • Steffes-enn & Ihm (Hrsg., 2019): Täter und Taten als Informationsquellen. Anamnese und Fallarbeit. 3., erweiterte und überarbeitete Auflage
  • Stupperich (Hrsg., 2018): Cold Case in Wissenschaft und Praxis
  • Steffes-enn (Hrsg., 2014): Täter und Taten als Informationsquellen. Anamnese und Fallarbeit. 2., erweiterte und überarbeitete Auflage
  • Unbehaun (2013): Steuerparadies Deutschland!? Eine kriminologische Untersuchung zu Steueroasen und selektiver Strafverfolgung
  • Riederer (2013): Human Trafficking and Globalisation: Modern-day Sex Slavery in Europe
  • Riederer (2013): Honour Killings in Europe. Different approaches; a comparison between responses of honour killing in England and Germany
  • Riederer (2013): Honour Killings, a critical analyse of honour killings, prevention and protection: A comparison between Islamic societies in European countries of Germany and England, to Pakistan and Turkey
  • Steffes-enn (2012): Polizisten im Visier. Eine kriminologische Untersuchung zur Gewalt gegen Polizeibeamte aus Tätersicht
  • Ihm (2011): Betrüger und ihre Delikte. Die Bedeutung von Situations- und Persönlichkeitskomponenten für Technik und Taktik der Betrugsausführung aus kriminalpsychologischer Sicht
  • Riederer (2011): Illegale Sucht im Alter - wenn Junkies in die Jahre kommen. Welches sind die Möglichkeiten und Grenzen der Sozialen Arbeit in Bezug auf alternde Drogenabhängige?
  • Steffes-enn (Hrsg., 2010): Täter und Taten als Informationsquellen. Anamnese und Fallarbeit. 1. Auflage
  • Steffes-enn & Hoffmann (Hrsg., 2010): Schwere Gewalt gegen Kinder. Risikoanalyse und Prävention
  • Riederer (2008): Psychische Störungen bei Menschen mit geistiger Behinderung
  • Stupperich (2002): Schwere Gewaltdelikte an Pferden – Phänomenologie, psychosoziales Konstrukt und die Ableitung von präventiven Verhaltensmaßnahmen.
  • Nabhan (1994): Der Zar Kult in Ägypten. Rituellle Begegnung von Geist und Mensch. Ein Beispiel komplementärer Gläubigkeit

Alle ZKPF-Expert*innen publizieren in Fachzeitschriften und/oder -büchern. Die jeweiligen Publikationen können Sie den Ausführungen zur beruflichen Vita der einzelnen ZKPF-Expert*innen entnehmen.

 

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