Forschung - ZKPF | Rita Steffes-enn | Zentrum für Kriminologie Polizeiforschung

Forschungsarbeit am ZKPF

 

Aktuelle kriminologische Forschungsprojekte

Unter Leitung von Rita Steffes-enn startet am ZKPF aktuell eine umfassende Forschungsarbeit zu "Online-Entwicklungspfade pädosexueller Überzeugungstäter*innen". Hierbei wird insbesondere der etwaige Einfluss von Kontakten zur pädosexuellen Online-Community auf missbrauchbegünstigende Einstellungen in den Fokus genommen.

Steffen Theel befasst sich derzeit im Rahmen seiner Dissertation mit dem Thema „Periculärer sexueller Sadismus und Risikofaktoren im Kindesalter“.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Die Ergebnisse des Anfang 2012 von Rita Steffes-enn abgeschlossenen Forschungsprojekts zum Thema „Gewalt gegen Polizei aus Tätersicht“, können mit gewinnbringenden Erkenntnissen für die polizeiliche Praxis in dem Buch "Polizisten im Visier: Eine kriminologische Untersuchung zur Gewalt gegen Polizeibeamte aus Tätersicht" nachgelesen werden. Diese Forschungsarbeit wurde von der Gesellschaft für interdisziplinäre wissenschaftliche Kriminologie e. V. (GiwK) als wissenschaftlich herausragend ausgezeichnet.
Eine vertiefende, qualitative Forschungsarbeit zur Funktionalität der Gewalt gegen Polizeikräfte aus Tätersicht führte Rita Steffes-enn mit ihrer Dissertation am Institut für Rechtspsychologie der Universität Bremen durch. Das Promotionskolloquium wurde erfolgreich im Juli 2020 abgeschlossen. Aktuell wird die Veröffentlichung der Dissertation vorbereitet.

2012 schloss Christoph Unbehaun sein Forschungsprojekt zur selektiven Strafverfolgung in Deutschland bezüglich des Geschäftsmodells der Steueroasen ab. Ein Thema, wie es seit Anfang 2013 aktueller in der politischen Debatte nicht sein könnte. Auch diese Forschungsarbeit ist in Buchform "Steuerparadies Deutschland!? Eine kriminologische Untersuchung zu Steueroasen und selektiver Strafverfolgung" publiziert (Verlag für Polizeiwissenschaft).

Michaela Schätz arbeitete an einem Forschungsprojekt, das sich u. a. dem Umgang mit intelligenzgeminderten Psychiatriepatienten in totalitären Systemen widmete.

Dr. Helga Ihm befasste sich in ihrer Dissertation mit der "Psychologie von Betrügern". Darüber hinaus hat sie an verschiedenen Forschungsprojekten mitgewirkt, u. a. zum Thema Tierquälerei.

Expertenhearings

Rita Steffes-enn wurde 2013 als Mitglied einer internationalen Expertengruppe einbestellt, die sich unter Federführung von Prof. Dr. Clemens Lorei dem Thema "gewaltfern sozialisierte Polizeikräfte als staatlich legitimierte Gewaltakteure" sowie der etwaigen Bedeutung für den Umgang mit und der Verarbeitung von Gewalt widmete.
Des Weiteren wurde sie 2015 als Expertin im rheinland-pfälzischen Landtag geladen. Diese Anhörung diente als Grundlage für das Abstimmungsverhalten von Rheinland-Pfalz hinsichtlich der Strafverschärfung in Fällen von Gewalt gegen Polizeikräfte.
2019 war sie als Expertin in den Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtages zu den Missbrauchsfällen in Lügde einbestellt.

Empirische Polizeiforschung am ZKPF

Unter Polizeiforschung versteht man empirische Forschungsarbeit, welche die Polizei als Organisation, die Rolle der Polizei in der Gesellschaft, das polizeiliche Handeln selbst sowie die wechselseitige Bedingungsanalyse zum Gegenstand hat. Ein Schwerpunkt der empirischen Polizeiforschung am ZKPF liegt auf dem Themengebiet „Gewalt & Polizei“. Die ZKPF-Begründerin Rita Steffes-enn verfügt hierbei über eine außergewöhnliche Expertise, da sie als ehemalige Polizeibeamtin über eine gewisse Binnensicht und praktische Erfahrung verfügt. Zudem ist sie als Kriminologin wissenschaftlich und praktisch tätig. Abgerundet wird dies durch die langjährige Berufserfahrung in der ambulanten und stationären Straftäterbehandlung von Gewalt- und Sexualtätern sowie der ambulanten Arbeit mit Stalkern.
Des Weiteren befasst sich im ZKPF Christoph Unbehaun entsprechend seiner praktischen und wissenschaftlichen Expertise mit dem Thema der selektiven Strafverfolgung im Bereich der Wirtschaftskirminalität und Finanzkriminalität.

 

Zentrum für Kriminologie & Polizeiforschung

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